Holger Gentemann - Spielkultur Hamburg

Drei Fragen an...

Holger Gentemann

Spielkultur Hamburg

 

Holger Gentemann (50 J.) ist leidenschaftlicher Spieler und organisiert seit vielen Jahren in Hamburg Spieletreffs. Er hat den Verein Spielkultur Hamburg e.V. mitgegründet. Unter dessen Dach hat er u.a. 2013 und 2014 ein großes Spieleevent an Sylvester und das 2. Hamburger Autorentreffen im April 2014 auf die Beine gestellt.

 

 

1. Was war deine Motivation, den Verein Spielkultur ins Leben zu rufen?

 

Über 10 Jahre habe ich einen offenen Spielkreis für ca. 240 verspielte Hamburger geleitet. Organisiert wurde der Spielkreis über einen Mailverteiler, der im laufe der Jahre ein beachtliches Format erreichte und über die die Hamburger Spielscene informierte. Nach 10 Jahren meinte ich, das es an der Zeit wäre, aus diesen gewachsenen Strukturen einen Spielverein für Hamburg gründen zu lassen. Als Verein kann man "Projekte" bewegen, die einer Einzelperson nicht möglich sind. Beispiel eigene "Vereinsräume" oder einen "Spiele-Con" wie die "Brett-Hamburg".

 

2. Was macht für dich den Reiz des Spielens aus und welche Spiele begeistern dich am meisten?

 

"Gesellschaftsspiele" leitet sich ja von "Geselligkeit" ab. Für mich der Grund, warum ich mich diesem schönen Hobby verschrieben habe. Beim "Spiele spielen" kann man nette, spannende Leute aus allen Gesellschaftsschichten kennenlernen. Und mit etwas Glück entwickeln sich über die Jahre auch über das Hobby neue Freundschaften. Am liebsten spiele ich Spiele mit Interaktion zwischen den Spielern oder komplexe (aber nicht komplizierte) "Aufbausimulationen". Aktuelles Lieblingsspiel u.a.: "Stille Post extrem", "Times Up!", "Francis Drake" und "Terra Mystica".

 

3. Was wünscht Du dir in puncto „Spiel“ für den Hamburger Raum, was fehlt? Hast Du selbst schon konkrete Projekte im Blick?

 

Eine große Freude wäre es, wenn der "Spieleautorentreff" der "Spielkultur Hamburg e.V." auch in den kommenden Jahren stattfindet. Fast 70 Besucher auf unserem Spieleautorentreff, die über 10 Stunden einzig Prototypen bespielen hatte bisher in Hamburg kaum jemand für möglich gehalten.

 

Alleinstellungsmerkmal in Hamburg hat unsere verspielte Silvesterparty. Mehr als 70 Spielfreunde, die sich Silvester zum spielen treffen: Jeder bringt etwas leckeres zum gemeinschaftlichen Buffet mit. Soweit mir bekannt, gibt es so eine Veranstaltung in dieser Größe Bundesweit nur in Hamburg.

 

Auf die kommenden Jahre gesehen: Spielvereine in anderen Bundesländern haben Hamburg an die 20 bis 30 Entwicklungsjahre voraus. Sie haben heute z.T. 500 und mehr aktive Mitglieder und aus dieser Basis heraus eigene Vereinshäuser. Also nicht nur Räume, die auf Zeit (1 x die Woche o.ä.) angemietet werden. Das halte ich für ein erstrebenswertes Fernziel.

 

Ein Projekt an das ich noch glaube, wäre ein G.R.O.ß.E.R. Spieleflohmarkt 1 x im Jahr auf Basis einer eigenen, tragenden Veranstaltung. Also ohne Con oder "Spieleabend" drumherum. Vorbild wäre mir hier z.B. der Spieleflohmarkt im Rahmen der "Bremer Spieletage" - nur eben als eigene Veranstaltungs-Orga.

 

 

 

 

 

 

NOVA SPIELE