Michael Luu - Spieleautor

NOVA SPIELE

2015

 

Drei Fragen

an....

 

Michael Luu

Spieleautor

 

Michael Luu ist Ostfriese mit chinesischen Wurzeln. Seit 3 Jahren entwickelt er in seiner Freizeit Brettspiele. 2013 hat er das von „Spiel des Jahres“ unterstützte Stipendium für Nachwuchsautoren gewonnen. Im Dezember 2014 war er mit "Treva" siegreich beim ersten Hamburger Spieleautorenwettbewerb "Voll vermünzt" des Hamburger Spielwerks in Kooperation mit Eggertspiele.

 

 

1. Wie kommt man eigentlich auf die Idee, Spiele zu entwickeln und was fasziniert dich daran?

 

Spiele faszinieren mich, da sie Menschen zusammenbringen. Sie geben den Spielern Spaß, Freude, Unterhaltung, Spannung und noch viele weitere Emotionen. Dabei tauchen die Spieler in eine irreale Welt, nehmen verschiedene Rollen an und können dadurch für eine Weile Abstand von ihrem Alltag nehmen. Es ist einfach toll, dass so etwas Einfaches so viele schöne Dinge hervorrufen kann. Ich möchte gerne mit meinen Spielideen ebenfalls andere Menschen begeistern. Deswegen entwickle ich Spiele.

 

2. Was waren für dich die wichtigsten Erfahrungen und Erkenntnisse, die du durch das Autoren-stipendium gewonnen hast?

 

Einmal ist es die Verlagssicht. Ich habe durch den Austausch mit verschiedenen Verlagen viel besser verstanden, wie sie arbeiten, was ihnen wichtig ist und warum sie gewisse Entscheidungen fällen. Zum anderen ist es die Erkenntnis, dass sich im Prozess des Spieleentwickelns nichts beschleunigen lässt. Spiele brauchen viel Zeit, damit sie zu guten Spielen reifen können. Spiele zu verlegen braucht ebenfalls viel Zeit. Deswegen finde ich es wichtig, sich nicht unter Druck setzen zu lassen, sondern Freude daran zu haben, sich mit Brettspielen auseinander zu setzen.

 

3. Inwieweit hat dich der Gewinn der Wettbewerbe vorangebracht und gibt es etwas, was Du „jungen“ Autorinnen und Autoren aus deinen bisherigen Erfahrungen mit auf den Weg geben möchtest?

 

Ich stehe selber noch ganz am Anfang. Ich würde mich selber nie als Spieleautor bezeichnen, sondern allerhöchstens als Nachwuchsspieleautor. Mit dem, was ich bisher erlebt und gesehen habe, würde ich aber folgenden Tipp weitergeben wollen: Nicht aufgeben und jedes Feedback dankend annehmen. Die Testspieler haben nicht die Aufgabe, einen Prototypen zu loben, sondern Schwächen für den Autor zu finden. Gebt euch keinen Druck und habt einfach Spaß am Entwickeln und am Austausch mit Gleichinteressierten.

 

Update 2018:

 

2017 erschien Michael Luus erstes Spiel "Rob´n Run", das ich unter dem Namen "Bankrush" einige Male zuvor testen durfte.

 

Außerdem war er beim Deutschen Spieleautorenwett-bewerb erfolgreich.