Sophia Wagner - Spieleautorin

NOVA SPIELE

Juli 2015

 

Drei Fragen

an ...

 

 

Sophia Wagner -

Spieleautorin

 

Die gebürtige Schwäbin Sophia Wagner hat schon als Kind mit DinA 4 Zetteln spielerische Welten erschaffen. Seit 2011 befasst sie sich ernsthaft mit der Spieleentwicklung und war mit ihren liebevoll aus Fimo gestalteten Magiern 2013 erstmals auf dem Autoren-treffen in Göttingen dabei. Nach dem Abschluss ihres Master-studiums der Geowissenschaften 2014 hat sie sich ein Jahr Zeit gegeben, herauszufinden, wie erfolgreich sie als Spieleentwicklerin ist. Der erste Erfolg stellt sich ein – sie gewann mit ihren Entwürfen „Apocalypse Daemonicus“ und „Goblin Godl Rush“ 2015 das 20. Autorenstipendium für Nachwuchsautoren.

 

1.Was hat dich 2011 bewogen, dich ernsthaft mit der Entwicklung von Spielen zu befassen und was fasziniert dich daran so sehr, dass du dich nach dem Studium wie es die Jury des Autorenwett-bewerbs formuliert hat zunächst „dem Spiel verschrieben“ hast?

 

Zunächst habe ich einfach angefangen, Spiele zu entwickeln, ohne darüber nachzudenken, ob das etwas Ernsthaftes werden könnte. Ich habe einfach angefangen, Ideen zu Spielen niederzuschreiben. Einige davon wollte ich am liebsten gleich ausprobieren und habe deshalb Prototypen gebastelt. Die meisten Ideen wurden noch bevor ich sie getestet hatte wieder verworfen, einige nach dem ersten oder zweiten Test.

Das erste Spiel, an dem ich wirklich dran geblieben bin, ist Apokalypse Daemonicus. Im Laufe meines Masterstudiums habe ich gemerkt, dass mich das Spieleentwickeln nicht mehr los lässt. Überall müsste ich an meine Spiele denken, wie ich sie verbessern oder ein Problem lösen könnte. Das Spieleentwickeln hat mich einfach gepackt und nicht wieder los gelassen. Deshalb wollte ich mir nach dem Studium ganz bewusst etwas Zeit geben, um es als Spieleautorin zu versuchen.

 

2. An „Apocalypse Daemonicus“ hast du vier Jahre gearbeitet. Wie schaffst du es, so lange dabei zu bleiben und gab es auch Momente, wo du dachtest, das wird nichts mehr?

 

Es gab immer wieder Zeiten in denen ich mit diesem Spiel nicht weiter kam, es beiseitegelegt habe und an anderen Spieleideen gearbeitet habe. Im Gegensatz zu anderen Spielen habe ich Apocalypse Daemonicus aber immer wieder erneut auf den Tisch geholt.

 

3.Was erhoffst du dir durch das „Autorenstipen-dium“? Welche Resonanz gab es bisher auf deinen Sieg und wie geht es die nächsten Monate bei dir weiter?

 

Ich erhoffe mir einen tieferen Einblick in die Welt der Spiele und viele Leute aus den verschiedenen Bereichen der Spielebranche kennen zu lernen. Noch in Göttingen hat mein Stand viel Interesse geweckt, so dass sich viele Redakteure meine Spiele angeschaut haben. Es wäre natürlich großartig, wenn daraus eine Veröffentlich-ung hervorgehen würde.

 

Ich freue mich schon darauf, die Praktika zu machen, im Oktober wieder als Erklärbär mit Lookout auf die Spiel in Essen zu gehen und natürlich an meinen Spielen zu arbeiten. Ich habe auch noch so viele andere Ideen zu Spielen, die ich gerne umsetzen würde...

 

UPDATE:

2017 erschien Sophias erstes Spiel NORIA bei der Edition Spielwiese

 

Außerdem gehörte sie zu den drei nominierten Autor/innen beim 4. Spieleautorenwettbewerb von Spielwerk Hamburg