Autorentreffen Göttingen

NOVA SPIELE

Erfahrungen

36. Göttinger Spieleautorentreffen 2017

 

Am 10. Juni trafen sich wieder Autorinnen und Autoren und ca. 40 Vertreterinnen und Vertreter von Verlagen in der Stadthalle Göttingen. Mit über 200 Anmeldungen waren es noch mehr Spieleautorinnen und -Autoren als im Vorjahr. Entsprechend lang war die Schlange der Wartenden schon vor dem Einlass um 9 Uhr. Inzwischen kenne ich genügend Leute, dass ich die Wartezeit fürs Hallo-Sagen und einen ersten Austausch nutzen konnte.

 

In diesem Jahr gab es keine schöne Kette fürs Eintriitsgeld - schade. Ich ergatterte einen guten Tisch im großen Saal direkt an der Wand - meine Nachbarn: Rainer Knöbel aus Wattenbek und Phil Reinhard aus Hamburg. Eigentlich hatte zunächst Alexandra Herzog-Schmidt aus Nordholz den Tisch direkt neben mir. Aber sie wurde für das Spieleautorenstipendium nominiert und zog nach 90 Minuten um.

 

Während die Verlagsleute wahrscheinlich noch gemütlich beim Frühstück saßen, wurde aufgebaut. Ich zeigte mein Geschicklichkeitsspiel "Gina geht baden" für Kinder ab 4 Jahren. Im Hintergrund leuchtete zudem die Schachtel von "Nova".

 

Um 10.30 Uhr war die offizielle Eröffnung. Der Göttinger Spatz ging in diesem Jahr an Reinhold Wittig, den Gründer des Göttinger Spieleautorentreffens, der in diesem Jahr seinen 80sten Geburtstag feierte und nach wie vor voller Ideen steckt. Zudem wurden die fünf Nominierten für das Spieleautorenstipendium, auf das es 12 Bewerbungen gab, bekannt gegeben.

 

"Gina geht baden" stieß auf gute Resonanz. Redakteurinnen und Redakteure von sieben Verlagen schauten bei mir vorbei - mehrere von ihnen möchten den Prototypen oder zumindest das Konzept und die Regel zugeschickt haben. Dazwischen habe ich viele tolle Gespräche mit anderen Autorinnen und Autoren gehabt - irgendwie sind wir schon eine spezielle family. Ein Angebot für ein gemeinsames Abendessen gab es in diesem Jahr nicht. Wer Lust hatte, konnte sich auf der Göttinger Kulturnacht vergnügen und Live-Musik lauschen.

 

Am Sonntag, dem "Tag des Spiels" waren die Göttingerinnen und Göttinger eingeladen, unveröffent-lichte Spiele zu spielen. Viele Autorinnen und Autoren waren bereits Samstag Abend abgereist. Auch Verlage waren kaum noch zu sehen. Ich hatte daher einen zweiten Tisch belegt und zeigte jetzt auch "Nova". Bevor sich der Saal langsam füllte, kamen ein paar andere Autoren und meinten endlich können wir Nova ausprobieren - der Proto sieht ja großartig aus.

 

Auch beim Publikum kamen Nova und "Gina geht baden" gut an. Die Zeit bis 14 Uhr war viel zu kurz, da die Veranstaltung bis Mittag eher mäßig besucht war.

Ich hatte bis zur letzten Minute Spielbegeisterte an meinem Tisch und war die letzte die den großen Saal verließ.

 

Am Sonntag wurde zudem das Spieleautorensti-pendium vergeben. Dieses ging an den jüngsten der Nominierten, Paul Schultz, aus Greifswald. Er zeigte "Sunset", das nicht nur die Jury besonders fazinierte und "Silly Space Adventure" und außerhalb des Wettbewerbs "Vogelhochzeit".

 

Ein inspirierendes Wochenende mit tollen Gesprächen, viel Spaß und fantastischem Feedback. Für das nächste Jahr wünsche ich mir, dass der Sonntag besser bewoben wird, die Öffnungszeit etwas länger ist und mehr Spielinteresseierte den Weg in die Stadthalle finden.

 

Bericht vom Autorentreffen in Göttingen am 4. und 5. Juni 2016

 

Ich bin bereits am Freitag angereist und habe mich am Abend mit den ersten Autoren bei einem leckeren afrikanischen Essen zum Austausch getroffen.

 

Samstag Morgen Frühstück mit einigen Autorenkollegen und einem Verlagsvertreter. Kurz vor 9 Uhr war ich in der Stadthalle und es herrschte bereits reges Treiben. Ca 200 Autorinnen und Autoren aus ganz Deutschland, England, Frankreich, Italien, der Schweiz, Östereich, Polen, den Beneluxstaaten, Skandinavien und dem Baltikum hatten sich angemelde und wollten ihre rund 300 Prototypen präsentieren.

 

Als Eintrittskarte gab es in diesem Jahr eine Kette mit dem Tresor aus "Heimlich & Co." Wer einen guten Autorentisch ergattern möche, muss früh aufstehen. Ich war ganz zufireden mit meiner Tischwahl. Meine Tischnachbarn waren die ebenfalls aus Hamburg stammenden Spielwerker Michael Luu und Klaus Burmester. Überhaupt waren die Autoren aus Hamburg in diesem Jahr besonders stark vertreten, u.a. waren da: Cristoph Cantzler, Björn Müller-Mätzig, Shaun Graham, Phil Reinhardt, Tom Schoeps, Nicola Riehmann, Arnold Reisse, Ritschie

 

Neu in diesem Jahr waren die "Verlagsbriefkästen". Jedes Fach war einem bestimmten Verlag zugeordnet. Es konnten gezielt Handzettel mit dem eigenen Spiel eingeworfen werden, wo von ich natürlich wie viele andere auch - Gebrauch machte. Das bedeutet natürlich, sich bereits im Vorwege Gedanken zu machen, welcher Verlag für den jeweiligen Prototypen passend wäre und für diese einen ansprechenden Pitch mit Foto vom Spiel zu gestalten.

 

Ich hatte drei Spiele dabei: das taktische ZweiPersonenspiel "Würmer", das Kartenspiel "Floris" und das Kinderspiel "PiepMampf". Besonders "PiepMampf" stieß auf Interesse bei Spiele - Redakteurinnen.

 

"Floris" und "Würmer" habe ich auch mit anderen Spieleautoren gespielt, die überwiegend sehr angetan waren. Ohnehin war es sehr spannend mit den anderen Autorinnen und Autoren ins Gespräch zu kommen, "alte" Bekannte wieder zu treffen, z.B. Manuel Utzelmaier vom Brettspiellabor oder Sophia Wagner, der letztjährigen Gewinnerin des Spieleautorenstipendiums und neue Bekanntschaften zu machen. Nicht nur das es unglaublich viel Spaß macht, mit diesen inspirierten Leuten zu "quatschen", es bringt auch weiter. Denn es werden auch Tipps ausgetauscht. Die netten Gespräche gingen am Abend weiter. Ich war dieses Mal nicht beim Spagetti-Essen, sondern in einer Gruppe von acht Autoren noch ein wenig in Göttingen unterwegs und nett essen.

 

Am Sonntag war von 10 - 14 Uhr "Göttinger Tag des Spiels" - eine schöne Gelegenheit, die eigenen Spiele Spielinteressierten. darunter auch Familien zu präsentieren. Auch dieser Teil macht den Charme der Veranstaltung aus.

 

Auch in diesem Jahr wurden Preise verliehen. Der "InnoSpatz" ging an die "Europäische Spielersammlergilde". Das Autorenstipendium gewann der 27jährige Dortmunder, Marco Kujat mit seinem Aufbauspiel "Jargal" und seinem Kartenspiel "Wolfpack".

 

 

 

 

Leider konnte ich 2015 aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Göttingen fahren.

 

 

Bericht vom Autorentreffen in Göttingen am 14. und 15. Juni 2014:

 

Es war das zweite Mal, dass ich nach Göttingen zum Spieleautorentreffen gefahren bin - im Gepäck: „Nova“ und „Grimms“, mit denen ich mich auch beim Spieleautorenstipendium beworben hatte. Angereist bin ich Freitagabend – Zeit genug, um dem tollen Spieleladen „Die Spieleburg“ in der Theaterstraße und dem Cafe „Cron & Lanz“ einen Besuch abzustatten. Ein wenig aufgeregt war ich schon – auch wegen meiner Bewerbung zum Autorenstipendium.

 

Am Samstag war ich vor der offiziellen Eröffnung um kurz vor 9 Uhr in der Stadthalle. Ich musste mich erst einmal in eine lange Schlange einreihen und entdeckte die ersten mir bekannten Gesichter. Das ein oder andere kurze Gespräch kommt so bereits beim Schlange stehen zustande. Als „Eintrittskarte“ gab es dieses Jahr Autos aus alten Blechdosen als Kettenanhänger – hmm, nicht so richtig praktikabel, aber trotzdem schön.

 

Ich habe mir erst einmal einen schönen Tisch gesucht, meine Spiele dort ausgebreitet und mein Infomaterial ausgelegt. Anschließend bin ich ein wenig herum gegangen, um zu schauen, was anderswo auf den Tischen lag und habe das ein oder andere Schwätzchen geführt. Um 10.30 Uhr dann das Treffen am Stand von „Spiel und Autor“ – aufregende Minuten bis die Nominierten für das Autorenstipendium bekannt gegeben wurden. Mein Name fiel als zweiter, außerdem Konrad Anft, Stefan Kloß, Janosh Kozak und Manuel Uzelmaier. Das hieß, ich habe meine Spiele wieder zusammengepackt und bin an den für mich reservierten Tisch umgezogen. Es folgte ein ebenso spannender wie anstrengender Tag. Die Jurymitglieder haben unsere Spiele gespielt und uns zu Lebenslauf und Motivation befragt. Der ein oder andere Verlagsvertreter hat sich blicken lassen und auch untereinander haben wird unsere Spiele getestet und Informationen ausgetauscht.

 

Am Abend ging es dann zum Spagetti-Essen. Kulinarisch für mich als Vegetarierin nicht das Highlight, aber das Essen ist ja zweitrangig. In der Stadthalle begonnene Gespräche werden vertieft und neue Kontakte geknüpft. Ich hatte mich zusammen mit einem anderen Hamburger Autoren auf den Weg gemacht und wir fanden zufällig Platz an einem Tisch mit Vertreterinnen und Vertretern von „Logis“ eines Kinderspielverlages aus Litauen. Einem intensiven Gespräch folgte der Austausch von Visitenkarten.

 

Sonntag um 10 Uhr ging es weiter. Um 10.30 Uhr ging es Richtung Bühne. Alle Nominierten wurden einzeln nach oben gerufen und mit einer Urkunde und ein paar Worten geehrt. Dann wurde der Gewinner vekündet: Janosh Kozak. Anschließend erfolgte die Ehrung der Gewinner des Hippodice-Wettbewerbes. Der erste Platz ging an: Christian Schreiber für seinen Prototypen „Erik der Rote“.

 

Auch an diesem Tag war mein Tisch gut besucht und es wurde fleißig gespielt. Die Leute von Logis kamen vorbei und interessierten sich für mein Märchenspiel „Grimms“ Der Sonntagvormittag verging wie im Flug und es war viel zu schnell Zeit, sich auf den Weg nach Hause zu machen. Ich komme auf jeden Fall nächstes Jahr wieder.

 

Weitere Infos und Berichte:

http://www.hna.de/lokales/goettingen/treffen-goettingen-kreative-stellen-neue-spiele-3631805.html

 

http://www.spiel-und-autor.de/index.php/goettinger-autorentreffen-2014

 

http://www.spieldesjahres.de/cms/front_content.php?idart=1384

 

Bericht vom Autorentreffen in Göttingen am 1. und 2. Juni 2013

 

Jahrelang habe ich meine Spielideen aus reinem Spaß umgesetzt und mit meiner Tochter und ein paar Freundinnen und Freunden gespielt. Erst Anfang des Jahres hatte ich angefangen, mich etwas „professioneller" damit auseinander zu setzten. Und jetzt war ich zum ersten Mal in Göttingen zum Spieleautorentreffen. Ich hatte mir vorher keine großen Gedanken gemacht, vielleicht schon im Vorwege Kontakte zu knüpfen, sondern mich ganz darauf konzentriert „meine Spiele“ hübsch zu machen. Ich hatte drei Spiele dabei: Grimms, ein Märchensammelspiel für die ganze Familie, das teilkooperative Abendteuerspiel „Nachts durch die Sümpfe“ und das komplexere Aufbauspiel „Skycity“. Skycity hatte ich in den letzten Monaten erst entwickelt.

 

Am Samstag war ich kurz vor 10 Uhr in der Stadthalle. Als „Eintrittskarte“ gab es liebevoll gestaltete Ketten mit Tieranhängern. Es war schon richtig etwas los. Ich suchte mir einen Tisch im Vorraum und breitete dort meine Spiele aus. Dann ging ich erstmal ein wenig herum, um mir eine erste Orientierung zu verschaffen. Ich kaufte mir die neueste Ausgabe von „Spiel und Autor“, in der u.a. alle anwesenden Redakteure der Verlage abgebildet sind und hängte einen Flyer mit meinen Spielideen an die Info-Pinnwand.

 

Um 12.30 Uhr war im zweiten Stock ein Tutorium – eine gute Möglichkeit für Neulinge wie mich andere Neulinge kennen zu lernen und Tipps von „alten Hasen“ der Szene zu bekommen. Es gab drei Gruppen. Unser Mentor war Martin Ebel – wirklich interessant. Und jetzt kannte ich zumindest schon ein paar Leute. Wir kamen ins Gespräch und fanden uns gemeinsam am Spieltisch wieder. Als erstes wurde mein Spiel „Nachts durch die Sümpfe gespielt.“

 

Redakteure ließen sich an meinem Tisch nicht blicken, aber die Zeit verging trotzdem wie im Flug. Ich kam mit den Autorinnen und Autoren an den Nachbartischen ins Gespräch, wir ha-ben Tipps ausgetauscht, aber vor allem natürlich gespielt. Und mein direkter Tischnachbar kam doch glatt auch aus Hamburg.

 

Abends ging es im großen Tross zum Spagetti-Essen. Schnell war auch dort der Prototyp eines Spiels auf dem Tisch – ein handliches witziges Kartenspiel. Die Stimmung war super.

 

Sonntag war ich dann pünktlich um 10 Uhr in der Stadthalle. Die wenige Zeit war schnell abgelaufen. Länger hatte ich eine Familie am Tisch, die sich für Grimms begeisterte. Auch „Nachts durch den Sumpf“ kam gut an.

 

Auf dem Rückweg im Zug nach Hamburg war ich total inspiriert und hatte gleich eine neue Spielidee, die ich versuchte an dem kleinen Tisch im Großraumwagen zu skizzieren. Für das erste Mal ein tolles Erlebnis. Mir gefiel die Atmosphäre und ich habe nette Leute kennen ge-lernt. Für das nächste Mal – und ich komme auf jeden Fall wieder – werde ich mich aber besser vorbereiten. Und naja, „Skycity“ ist auch noch nicht so richtig ausgereift. Da muss ich erneut ran.