Spiel Essen

NOVA SPIELE

Erfahrungen

Spiel in Essen 2016

 

Dieses Jahr bin ich nicht als Spielerin, sondern als Autorin auf der Spiel in Essen. Am Stand des Qango-Spieleverlages stelle ich mein taktisches Kartenspiel "Floris" vor.

 

Teile unseres Teams sind bereits am Dienstag Abend mit dem Transporter angereist, um die Spiele "Qango" von Klaus Burmester und mein "Floris" auf der Neuheitenschau zu präsentieren und den Stand des Verlages heraus zu putzen. Aus persönlichen Gründen komme ich leider erst spät abends am Mittwoch mit dem Zug - der Mal wieder Verspätung hat - hinterher.

 

Am nächsten Morgen scheitert der Versuch, mit dem Transporter zur Messe zu gelangen. Wir stecken im Stau fest und machen uns nach und nach zu Fuss auf den Weg. Wir kommen alle zu spät, aber zum Glück halten Freunde von uns die Stellung am Stand. Halle 1 ist bereits morgends brechend voll - und so dauert es eine Weile, bis ich mich zum Stand des Qango-Spieleverlages in Halle 4 durchgeschlängelt habe.

 

Unser Stand ist an allen Tagen gut frequentiert - oft waren alle sieben Tische gleichzeitig besetzt. Ein besonderer Magnet war das Großqango, das im Spielen gespielt werden kann. Samstag war unser Stand teilweise so voll, dass sogar auf der Ecke der Verkaufstheke gespielt wurde. Sonntag hatten wir dann noch 10 qm Spielfläche zusätzlich - also insgesamt 30 qm - zu bieten, da ein anderer Verlag bereits abgereist und uns dies angeboten hatte.

 

Bereits am zweiten Tag krächste zwischendurch die Stimme von den vielen Spieleerklärungen auf deutsch und englisch...., aber irgendwie hielt sie mit Schal und mehreren Packungen Salbeibonbons bis zum Messeende Sonntag Abend durch. Neben unzähligen Spielepartien, gab es viele nette Gespräche. Befreundete Spieleautoren aus ganz Deutschland schauten bei uns vorbei, Blogger und Spieleredakteure nahmen unsere Spiele unter die Lupe und wir lernten das nette Team vom Mogel-Verlag kennen, die den Stand neben uns hatten. Dagmar de Cassan brachte uns das östereichische Spielehandbuch vorbei, in dem auch Floris und Qango gelistet sind. Lauter Bekannte aus Hamburg und Leute , die wir von anderen Veranstaltungen, z.B. dem Spielewahnsinn Herne oder dem Autorentrefffen Göttingen kennen, ließen sich ebenfalls blicken.

 

Nicht nur begeisterte Spielerinnen und Spieler auch einige Händler aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Spanien interessierten sich für unsere Spiele. Daneben hatte ich auch ein paar Gespräche mit Herstellungsfirmen, um die Produktionsbedingungen für weitere Spielprojekte auszuloten...

 

Aufgrund des Andrangs hatte ich trotz unserer tollen Helferinnen und Helfer kaum Pausen und war nach vier Tagen entsprechend total ausgepowert. Von einigen organisatorischen Mängel mal abgesehen, war es aber eine großartige Messe, die in diesem Jahr ein paar neue Rekorde aufgestellt hat:

 

- mehr Spielfläche als je zuvor in zusätzlichen Hallen

- neuer Ausstellerrekord, mit über 1000 Ausstellern

- über 1000 Spieleneuheiten

- neuer Besucherrekord: 172.000 Spielbegeisterte aus aller Welt!!!!!!

 

Schade, dass ich kaum Zeit hatte, selbst über die Messe zu schlendern und neue Spiele kennen zu lernen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spiel 2013 in Essen

 

Ich bin das erste Mal zur „Spiel“ Donnerstabend nach Essen gereist, um Freitag gleich am Morgen durchzustarten. Am Essener Hauptbahnhof erwartet mich am Freitag das Chaos. Dicht gedrängt stehen Leute auf dem Bahnsteig, auf dem auch die S-Bahn Richtung Messe abfährt. Irgendwann bin ich in der richtigen Bahn – einge-quetscht, aber die Stimmung ist gut.

 

Mein erster Eindruck auf der Messe: Riesig, laut, voll, aber trotzdem übersichtlich und einladend. Ich habe mir vorher keine Gedanken gemacht und weiß jetzt nicht so recht, wo ich anfangen soll. Also schlendere ich durch die Hallen, um mir einen Überblick zu verschaffen. Es scheinen wirklich alle deutschen Verlage vertreten zu sein, aber auch Verlage, z.B. aus Japan, von denen ich noch nie etwas gehört habe. Überall wird konzentriert gespielt. An einigen Ständen bilden sich die ersten Warteschlangen.

 

An einem Stand entdecke ich „Inkognito“, ein Spiel, das in Venedig spielt. Vor vielleicht 20, 25 Jahren habe ich das gerne gespielt. Jetzt scheint es eine Neuauflage zu geben. Leider ist die Spielerrunde schon komplett und ich ziehe weiter.

 

Am Infostand des Hippodice Spieleclubs ist gerade nichts los und ich plaudere ein wenig mit einem der Organisatoren über den Autorenwettbewerb, den sie jedes Jahr ausrichten.

 

Bei „Huch & friends“ ist Dominique Breton anwesend, der Autor von „Ignis“, einem taktischen Zweipersonenspiel. Zunächst fragt er mich, ob er mir die Regeln in Deutsch, Englisch oder Französisch erklären soll bis ihm einfällt, dass er gar kein Deutsch kann. Also lasse ich mir das Ganze auf Englisch erklären. Dann schaue ich zunächst zwei Spielern über die Schulter und spiele danach mit einer Französin.

 

Toll, nicht nur die anwesende Verlagsszene ist international, sondern auch das Publikum. Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Dänisch…. – alles ist in Essen zu hören. Viele Leute verlassen die Messe abends mit prall gefüllten Tüten voller Spiele, manche ziehen sogar einen Rollkoffer hinter sich her.

Allmählich ist eine kulinarische Stärkung nötig, bevor ich mich erneut ins Spielegetümmel stürze. Einige Hotels stellen für die spielbegeisterten Messebesucherinnen und -besucher, extra Räumlichkeiten zur Verfügung und es wird dort bis in die Nacht weitergespielt. Dafür fühle ich mich zu erschlagen.

 

Am Samstag bin ich wieder vor Ort. Die Hallen sind noch voller als am Vortag. Ab Mittag bin ich mit zwei Freunden verabredet, die auch aus Hamburg angereist sind und wir ziehen zusammen herum. U.a. bleiben wir am Stand von „Queens Games“ hängen. „Escape“ schreckt mich zunächst ab – zu hektisch. Aber dann setzten wir uns doch zu zwei anderen Spielern und lassen uns das Spiel erklären. Es packt mich und wir spielen es auch noch in anderer Zusammen-setzung ein zweites Mal. Später habe ich es dann sogar selbst in der Tüte.

 

Ich spiele so viele Spiele, sauge so viele Informationen auf, dass mir der Kopf schwirrt. Für leidenschaftliche Spielerinnen und Spieler, die sich durch Gedränge und Lautstärke nicht in ihrer Konzentration und Spielfreude beeinträchtigen lassen, ist Essen echt das Highlight.